In vielen Büros stehen Pflanzen, um die sich niemand richtig kümmert. Sie lassen die Blätter hängen, werden gelb, und irgendwann fragt man sich, wann sie zuletzt Wasser bekommen haben. Dabei lässt sich das leicht ändern. Ein kleiner, fester Moment in der Woche reicht, und er kann zugleich eine kurze Pause vom Bildschirm sein. Du stehst auf, gehst ein paar Schritte und tust etwas Sinnvolles, das man sofort sieht.
Einen festen Tag wählen
Such dir einen Wochentag aus, an dem du gießt, zum Beispiel Montag oder Freitag. Schreib es in den Kalender, oder hänge einen Zettel an die Gießkanne. Wenn mehrere Kollegen mitmachen, könnt ihr euch abwechseln und die Aufgabe rotieren lassen. Dann fühlt sich niemand allein verantwortlich, und die Pflanzen sind auch im Urlaub versorgt, weil jemand anderes einspringt.
Bevor du gießt, steck den Finger in die Erde. Ist sie noch feucht, warte noch. Die meisten Zimmerpflanzen gehen eher an zu viel als an zu wenig Wasser ein. Gieß langsam, bis unten etwas herauskommt, und leere den Untersetzer nach einer Weile aus. Lass das Wasser vorher ein wenig stehen, wenn du Zeit hast, so ist es nicht eiskalt. Im geheizten Raum trocknet die Erde im Winter oft schneller, als man glaubt, und im Sommer stehen manche Töpfe in der Sonne. Schau also lieber öfter kurz nach, statt nur nach Plan zu gießen.
Mehr als Wasser
Wisch die Blätter ab und zu mit einem feuchten Tuch ab, denn Staub liegt schnell darauf. Das dauert nur wenige Minuten und ist eine ruhige, fast meditative Tätigkeit. Schneide gelbe Blätter ab, und dreh den Topf hin und wieder, damit die Pflanze gleichmäßig wächst. Wenn du merkst, dass ein Platz zu dunkel ist, stell die Pflanze näher ans Fenster.
Die Pflanzenpflege ist auch eine gute Gelegenheit, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Wer sich die Blätter ansieht, tauscht sich schnell über Tipps aus, und plötzlich steht eine kleine Runde am Fenster. Das ist eine Pause, die niemand eigens planen muss. Nach einiger Zeit siehst du, wie die Pflanzen gedeihen, und das macht nicht nur dem Büro Freude, sondern auch dir selbst.